Ausgangspunkt meiner Arbeit sind meine Naturbeobachtungen, wie Strukturen, Bewegung, Vegetation, Wasser, Land und Himmel, aber auch die Betrachtung des eigenen Ichs innerhalb der Naturlandschaften. Von der erlebbaren Natur bis hin zum Abdriften in imaginäre Welten.

Durch meine intensive Auseinandersetzung mit der vielfältigen Natur, einer genauen Beobachtung und dem detaillierten Nachspüren dessen was sich hinter der Oberfläche verbirgt, erwachsen strukturelle Zusammenhänge, die neue Wahrnehmungen zugänglich machen. Sie lenken den Blick entweder auf haptische Flächen oder in die Tiefe, auf das Detail, das Unscheinbare und oftmals Unbeachtete, als Momentaufnahme und Teilausschnitt.

Meine Werke betrachte ich als subjektive Erinnerungsstücke, als eine Art Tagebucheinträge. Gesehenes, Erlebtes und Gefühltes wird dabei zu etwas Allgemeinem, das jeder für sich entdecken kann. Ich verstehe meine Arbeit als intuitive Prozessarbeit, in der ich Alltägliches wie die Natur, die uns umgibt, den Menschen darin und dessen Erfahrungen verarbeite und einfließen lasse. Dabei stellen diese haptischen Oberflächen auch ein eigenes inneres Strukturgefüge dar. Vornehmlich arbeite ich mit natürlichen Materialien, die ich teils selbst sammle und/oder herstelle, wie z.B. Pigmente.

Dabei wirkt das Material selbst häufig als Impulsgeber, als Treibmittel, dem ich mich auch fügen und flexibel anpassen muss, um bestehende Muster wieder neu aufzubrechen. So kombiniere ich auch Malerei mit Objektkunst, Papierwerke mit Collage- und Vergoldungsarbeit und experimentiere immer wieder neu, um ein für mich neues Gefüge  der Interaktion zu schaffen.