Meine Werke betrachte ich als subjektive Erinnerungsstücke, als eine Art Tagebucheinträge. Gesehenes, Erlebtes und Gefühltes wird dabei zu etwas Allgemeinem, das jeder für sich entdecken kann. Ich verstehe meine Arbeit als intuitive Prozessarbeit, in der ich Alltägliches wie die Natur, die uns umgibt, den Menschen darin und dessen Erfahrungen verarbeite und einfließen lasse.

Vornehmlich arbeite ich mit selbst hergestellten Pigmenten, Steinmehlen, Schellack, Öl, Sand und Papieren auf Leinwand. In meinem Tun reduziere ich Sinn- und Lebensfragen sowie Lebensmuster auf Strukturflächen und semi-abstrakte Landschaftsbilder. Dabei stellen diese haptischen Oberflächen auch ein eigenes inneres Strukturgefüge dar. 

 

Durch meine intensive Auseinandersetzung mit der mannigfaltigen Natur, einer genauen Beobachtung und dem detaillierten Erspüren dessen was sich hinter der Oberfläche verbirgt, erwachsen strukturelle Zusammenhänge, die neue Wahrnehmungen zugänglich machen. Sie lenken den Blick entweder auf haptische Flächen oder in die Tiefe, auf das Detail, das Unscheinbare und oftmals Unbeachtete, als Momentaufnahme und Teilausschnitt. Dabei wirkt das Material selbst häufig als Impulsgeber, als Treibmittel, dem ich mich auch fügen und anpassen muss, um bestehende Muster wieder neu aufzubrechen. 

 

Seit 2009 arbeite ich im eigenen Atelier in Handeloh und seit 2021 zusätzlich in einem neuen Atelier in Visselhövede auf dem Campus Lehnheide/ ArtOutlet.